STEFAN PANHANS „FREEROAM À REBOURS MOD#I.1“ (2016), VIDEOSTILL © STEFAN PANHANS, 2019
STEFAN PANHANS „FREEROAM À REBOURS MOD#I.1“ (2016), VIDEOSTILL
© STEFAN PANHANS, 2019i

VIDEO BOX 8.2

Videoarchive erzählen: Technik Visionen

Die frühe Videokunst war geprägt durch das Experimentieren mit den Möglichkeiten der neuen Technologie. Künstler*innen nutzten die Videotechnik, um Bilder zu extrahieren, zu collagieren, zu manipulieren und so eine neue Bildsprache zu schaffen. Dabei ging es aber nie allein nur um die Ebene der Bildbearbeitung, sondern immer auch um die Frage, welche Auswirkungen eine zunehmende Technologisierung für zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen haben könnte.

Seit der ersten Videonale im Jahr 1984 zeichnet sich die stetige technologische Weiterentwicklung in den zum Festival eingereichten Videoarbeiten deutlich ab. Während Virtual Reality in der frühen Videoarbeit von Bernd Kracke noch ferne analog gespielte Zukunftsmusik war und bei Mateusz Sadowski reale und virtuelle Welt noch klar umrissen ineinanderfließen, sind bei Stefan Panhans' Arbeit Freeroam À Rebours die Grenzen zwischen Mensch-Avatar-Maschine in der Welt des Gamings schon weitgehend aufgelöst. Was kann es daher in Zukunft bedeuten, wenn sich die Grenzen weiter in Richtung einer immer lebensnäheren Form der Virtualität verschieben?

Programm

Bernd Kracke: Still Live (1986), 3:22 Min. 
Mateusz Sadowski: Volume (2013), 4:40 Min.
Lynn Hershman Leeson: Desire Inc (1990), 26:00 Min.
Freya Hattenberger: Sirene (2007), 3:30 Min.
Julie Kuzminska: Chaos (1992), 3:00 Min.
Stefan Panhans: Freeroam À Rebours Mod#I.1 (2016), 16:13 Min.

Freier Eintritt

Kuratiert von Tasja Langenbach und Sonja Wunderlich
Videonale e.V. Bonn

Das Projekt "Videoarchive erzählen" wird gefördert von
Kooperationspartner im Projekt "Videoarchive erzählen"

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