STEFAN PANHANS „HOMESTORY (IL CIELO IN UNA STANZA)“ (2012), VIDEOSTILL (DETAIL) © STEFAN PANHANS, 2018
STEFAN PANHANS „HOMESTORY (IL CIELO IN UNA STANZA)“ (2012), VIDEOSTILL
© STEFAN PANHANS, 2018i

VIDEO BOX 6.3

Be Yourself, But at Its Top!

In vielen Filmen von Stefan Panhans (*1967) scheint auf oft groteske Weise das Theater der Selbstoptimierung auf, das den Alltag vieler Menschen heutzutage bestimmt. Selbst das Vortragen von Texten wird zu einer Grenzerfahrungsübung, die auf die Zuhörer und -seher auch psychisch einen grenzwertigen Eindruck macht. Das schnelle Herunterrattern von Informationen in Homestory (Il Cielo In Una Stanza) (2012) erweckt den Eindruck, als ob die Sprecherin krampfhaft einem von außen auferlegten Effizienzdruck zu folgen versucht, der jede Nuance des Alltags erfasst hat.

Ausgewählten Filmen von Panhans sind in dem von ihm zusammen mit Ludwig Seyfarth zusammengestellten Programm Filme anderer Künstler*innen gegenübergestellt, die sich auf unterschiedliche, ernste und auch humoristische Weise den physischen und psychischen Verrenkungen widmen, die neoliberale Verhältnisse uns allen abfordern.

Programm

Adnan Softić: Festes Gewebe oder Der Körper ist mein Tempel (1999), 6 Min.
Petra Lottje: Kein Trübsinn. (2015), 0:46 Min.
Stefan Panhans: Pool (2004), 7:20 Min.
Petra Lottje: MissX (Britney) (2009), 2:05 Min.
Stefan Panhans: Sorry (2010), 8:08 Min.
Petra Lottje: also gut. (2012), 1:10 Min.
Stefan Panhans: Homestory (Un Cielo In Una Stanza) (2012), 3:18 Min.
Petra Lottje: Vorher Jetzt & Später (2011), 0:44 Min.
Andreas Bunte: Laboratory Life #5 (2017), 2:38 Min.
Petra Lottje: Message (2012), 1:48 Min.
Luzia Hürzeler: Die Forelle (2012), 7:45 Min.

Freier Eintritt

Zu Gast: Luzia Hürzeler

Kuratiert von Ludwig Seyfarth und Stefan Panhans

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