DE EN

VIDEO BOX 2

VIDEO BOX 2 - Über Ich ab Juli 2016

MICHALIS NICOLAIDES 'SUPERMAN' (2001), VIDEOSTILL © MICHALIS NICOLAIDES 2016
Eine Veranstaltungsreihe mit dem Haus der Universität
Die Stiftung imai und das Haus der Universität Düsseldorf geben mit der Reihe VIDEO BOX unter halbjährlich wechselnden Schwerpunkten Einblicke in das Videoarchiv des imai. Die Kooperation begann im Oktober 2015 und wird im Sommersemester 2016 mit dem Thema ÜBER ICH fortgesetzt. An vier Abenden wird Videokunst aus dem imai im Haus der Universität präsentiert und zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern diskutiert.

Termine

Mittwoch 13. Juli 2016, 19 Uhr | Der Blick des Anderen

Mittwoch 15. Juni 2016, 19 Uhr | We can be hereos just for one day.

Mittwoch 11. Mai 2016, 19 Uhr | Ich bin's. Künstlerische Selbstexperimente vor der Videokamera

Mittwoch 13. April 2016, 19 Uhr | Ich bin Punk - Selbstermächtigungen in den 1980er Jahren

Weitere Informationen siehe unten

Mittwoch 13. Juli 2016, 19 Uhr | Der Blick des Anderen

Lilian Franck „Cora: Un Poème Visualisé” (2000), 9:00 Min.
Dara Birnbaum „Canon: Taking To The Streets” (1990), 10:00 Min.
Susan Hefuna...

Lilian Franck „Cora: Un Poème Visualisé” (2000), 9:00 Min.
Dara Birnbaum „Canon: Taking To The Streets” (1990), 10:00 Min.
Susan Hefuna „ANA/ICH” (2006), 3:23 Min.
Susan Hefuna „Angst eats soul” (2016), 4:20 Min.
Gábor Bódy „Either/Or in Chinatown” (1984), 37:00 Min.

Der Blick des Anderen ist entscheidender für das Ich, als wir in der Regel meinen. Er ist facettenreich und begegnet dem Menschen auf unterschiedlichste Weise im Leben. Durch ihn entdecken wir uns selbst als eigenständiges Subjekt, begreifen wer wir sind. Er lässt uns aber ebenso zum Objekt werden, sobald der Blick auf uns gerichtet ist.
Gleichzeitig finden wir uns selbst in ihm als möglichen Voyeur wieder, der sich dem heimlichen Blick hingibt und dabei Sinn, Befriedigung, aber auch Scham empfindet. Der Philosoph Jean-Paul Sartre konstatierte, dass es der Blick des Anderen sei, der auf das eigene Selbst und Dasein verweist. Dabei ist es auch der Blick durch ein Medium (Fotografie/Film), der Abbilder des Subjekts kreiert, in denen Realität und Imagination verschwimmen.

Die letzte Veranstaltung in der Reihe ÜBER ICH zeigt, wie vielfältig VideokünstlerInnen in ihren Arbeiten mit dem Blick des Anderen umgehen und welche Strategien sie dafür entwickeln.

Die Künstlerin Susan Hefuna wird zum Gespräch anwesend sein.

Kuratiert von Anna Ferdinand, B.A.

Mittwoch 15. Juni 2016, 19 Uhr | We can be heroes just for one day.

Über Helden und Anti-Helden

Dara Birnbaum „Technology/Transformation: Wonder Woman“ (1978/79), 5:50 Min.
Michalis Nicolaides...

Über Helden und Anti-Helden

Dara Birnbaum „Technology/Transformation: Wonder Woman“ (1978/79), 5:50 Min.
Michalis Nicolaides „Superman“ (2001), 7:20 Min.
Ira Schneider „A Weekend at the Beach with Jean-Luc Godard“ (1984/2014), 8:00 Min.
Georg Maas „Das andere Universum des Klaus Beyer“ (1994), 30:00 Min.
Max Almy „Deadline“ (1980), 4:00 Min.

Die Charakterisierung von HeldInnen konstituiert sich heute nicht mehr durch die klassische Werte von übernatürlichen Kräften und den Anspruch auf zeitlosen Ruhm. David Bowies berühmte Liedzeile „We can be heroes just for one day“ beschreibt diesen Bedeutungswandel, so dass die Identität der HeldInnen nun vielmehr im Exzentrischen, im Individuellen und im Flüchtigen aufscheint.
In den ausgewählten Videos werden literarische und filmische HeldInnen-Klischees kritisch beleuchtet, vermeintlicher Starkult verweigert und Berühmtheit als Konsequenz unkonventioneller Leidenschaften aufgezeigt.

Michalis Nicolaides wird zum Gespräch anwesend sein.

Kuratiert von Dr. Renate Buschmann

Mittwoch 11. Mai 2016, 19 Uhr | Ich bin's. Künstlerische Selbstexperimente vor der Videokamera

Józef Robakowski „My Videomasochisms“ (1990), 4:27 Min.
Rotraut Pape „Rotron“ (1982), 6:20 Min.
Ulrike Rosenbach „Good luck for a better art“...

Józef Robakowski „My Videomasochisms“ (1990), 4:27 Min.
Rotraut Pape „Rotron“ (1982), 6:20 Min.
Ulrike Rosenbach „Good luck for a better art“ (1976), 4:19 Min.
Freya Hattenberger „Ich bin’s“ (2004), 6:50 Min.
Thomas Kutschker „Me, Myself and I“ (2009), 4:15 Min.

Seit den 1970er Jahren ist Videotechnik für KünstlerInnen eine optimale Möglichkeit, um sich selbst zur Schau zu stellen: den eigenen Körper, die eigene Handlung, die eigene Identität. Solche künstlerische Positionen befragen die Präsenz des Einzelnen vor der Kamera und im virtuellen Raum und stellen Videokunst als Gedächtnis dieser performativen und medialen Selbstexperimente und -reflexionen vor.

Ulrike Rosenbach wird zum Gespräch anwesend sein. Freya Hattenberger wird per Skype zugeschaltet.

Kuratiert von Dr. Renate Buschmann

Mittwoch 13. April 2016, 19 Uhr | Ich bin Punk - Selbstermächtigungen in den 1980er Jahren

Trini Trimpop / Muscha Blitzkrieg-Bop (1977), 26:28 Min.
Kain Karawahn Mörder würgte Skinhead. Sylvesterdrama am Landwehrkanal Kreuzberg (1985),...

Trini Trimpop / Muscha Blitzkrieg-Bop (1977), 26:28 Min.
Kain Karawahn Mörder würgte Skinhead. Sylvesterdrama am Landwehrkanal Kreuzberg (1985), 3:57 Min.
Akiko Hada / Holger Hiller Ohi Ho Bang Bang: The Two (1988), 4:38 Min.
Strafe F.R. Friss (2016), ca. 9 Min.
Kain Karawahn The Berliner Summer Night Dream (1984), 1:14 Min.
Norbert Meissner / Klaus Maeck Abwärts, Bei Mutti (1981), 12:06 Min.


Die Verortung von Punk führt unmittelbar nach Düsseldorf. Im Umfeld des Ratinger Hofs entwickelte sich Anfang der 1980er Jahre eine umtriebige Szene, in der – nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe zur Kunstakademie – Punk und Kunst miteinander in Beziehung traten. „Natürlich war dieses gemeinsame Feiern nicht reibungslos. Punks verprügelten Künstler, Künstler snobbten Punks ab, aber dennoch hielten sie es ein paar Jahre miteinander aus.“ (D. Diederichsen). Punk war eine Bewegung der ‚do-it-yourself‘-Kultur und der unverblümten Selbstermächtigungen. Das Bekenntnis zum ‚genialen Dilletantismus‘* setzte – gepaart mit den damals neuen Medientechnologien – eine unglaubliche Kreativität frei. Unter dem Motto ‚lieber zu viel als zu wenig‘ wurde gefilmt, Musik gemacht, geschrieben, fotografiert und gefeiert. Die VIDEO BOX Ich bin Punk blickt zurück auf die Bilder, Orte und das Lebensgefühl jener Zeit.

* zitiert nach: GROSSE UNTERGANGSSHOW. Festival genialer Dilletanten, 4. September 1981

Norbert Meissner wird zum Gespräch über seine Arbeit persönlich anwesend sein.

Kuratiert von Dr. Jessica Nitsche und Angelika Gwozdz

Alle Veranstaltungen finden statt im:

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf

Der Eintritt ist frei.

© 2017 inter media art institute - Alle Rechte vorbehalten

imai - inter media art institute
NRW-Forum, Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf