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Crossing the Screen

Crossing the Screen

STUDIO AZZURRO, IL NUOTATORE (VA TROPPO SPESSO AD HEIDELBERG), 1984
Crossing the Screen
30. November 2006 – 14. Januar 2007

Mit Installationen und Videokunst von: Candice Breitz, Jim Campbell, Perry Hoberman, Mike Hoolboom, Iris Hoppe/Olaf Hirschberg, Dieter Kiessling,...

Mit Installationen und Videokunst von: Candice Breitz, Jim Campbell, Perry Hoberman, Mike Hoolboom, Iris Hoppe/Olaf Hirschberg, Dieter Kiessling, Norbert Meissner, Ingrid Mwangi, Studio Azzurro, u.a.

Seit Video als künstlerisches Werkzeugentdeckt wurde, ging es der neuen Kunstform auch immer um die Transformation des tradierten Bildbegriffs und das experimentelle Spiel mit der Wahrnehmung von Raum und Zeit. Von den frühen Performance dokumentationen und Single Channel Videos bis hin zu den aktuellen medienübergreifenden Installationen lässt sich die Entwicklung der Medienkunst lesen als eine beständige Grenzerweiterung des Bildes in den Raum.

Während sich viele Künstler Anfang der 70er Jahre noch auf denbeschränkten Raum des TV-Kastens beziehen, wird dieser bereits früh durch skulpturale Videoobjekte und Closed-Circuit Installationen erweitert. An der neuen Technik fasziniert und verblüfft vor allem die Möglichkeit der gleichzeitigen Aufnahme und Wiedergabe, die eingesetzt wird, um das Verhältnis von Subjekt und Objekt, Körper und Wahrnehmungin Frage zu stellen.

Schon hier zeigt sich die Besonderheit der Videokunst, reale Räume, zeitliche Abläufe und konstruierte Wirklichkeiten miteinander zuverbinden. Diese Verschmelzung von Raum-, Zeit- und Wirklichkeitsebenen wird in den 80er Jahren durch die Integration und die experimentelle Verwendung neuer Interfacetechnologien in reaktiven und interaktiven Kunstwerken noch verstärkt. Computer ermöglichen es, die Konzepte der 1960er und 1970er Jahre zur räumlichen und handlungsorientierten Einbindung des Betrachters in das Kunstwerk mit technologischen Mitteln neu umzusetzen.

In konsequenter Fortführung wird seit Anfang der 90er Jahre in Medienkunst-Installationen zunehmend der gesamte Raum mit allen optischen und akustischen Möglichkeiten zu einer sinnlichen Umgebungtransformiert. Die Videokunst hat längst den engen Rahmen des Bildschirms verlassen und ist raumgreifend geworden. Die Ausstellung Crossing the Screen  verfolgt diese Entwicklung anhand ausgewählterkünstlerischer Positionen.

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