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Art Cologne 2008

Sonderschau ART COLOGNE 2008. Lost and Found

FRIGO, SONDERSCHAU ART COLOGNE (2008)
Sonderschau ART COLOGNE 2008. Lost and Found
Geborgene Schätze treffen auf zeitgenössische Videokunst

Geborgene Schätze treffen auf zeitgenössische Videokunst

Zentraler Bestandteil der Sonderschau sind die 25 Jahre verschollenen und nun...

Geborgene Schätze treffen auf zeitgenössische Videokunst

Zentraler Bestandteil der Sonderschau sind die 25 Jahre verschollenen und nun erstmals wieder zugänglichen Videokunstschätze der Künstler- und Multi-Media-Kooperative "Frigo" aus Lyon in Frankreich. Gezeigt werden Performancedokumentationen von Paul McCarthy, Hermann Nitsch und Dieter Appelt. Eine Auswahl zeitgenössischer Positionen ergänzt und kontrastiert die historischen Schätze.

„Frigo" wurde 1978 als alternativer Freiraum künstlerischer Auseinandersetzungund interdisziplinärer, wie internationaler Kooperationen von Künstlern ins Leben gerufen. Ineiner ehemaligen Käserei und dem dazugehörigen riesigen Kühlraum (franz. frigo)entstand ein einmaliges Kunstlabor. „Frigo" war mehr als nur ein Ort: vielmehrwuchs über viele Jahre ein unabhängiges künstlerisches Netzwerk, dessen Aktivitäten weitüber die Grenzen Lyons hinaus ausstrahlten.

An den Artist-in-Residence-Programmen, den Veranstaltungen und Performancesnahmen zahlreiche wichtige zeitgenössische Künstler teil, die im „Frigo"arbeiteten und ausstellten. Dazu zählen neben McCarthy, Nitsch und Appelt auch Régine Chopinot, Rotraut Pape, Fabrizio Plessi, Salomé & Castelli, Sarkis u.v.a.

Viele Performances wurden, für die damalige Zeit einmalig, explizit fürdiesen Ort und für die Videokamera aufgeführt und entsprechend dokumentiert.Das imai - inter media art institute hat eine erste Auswahl konserviert. Nebender provokanten Performance „King of France" von Paul McCarthy und der eigens für die Kamera inszenierten Performance „L´Homme en Blanc"von Dieter Appelt zeigt die Stiftung eine der raren Aufzeichnungen einer Aktionvon Hermann Nitsch: die 1980 in Florenz aufgeführte „68. Aktion" des Orgien Mysterien Theaters.

Heute verfügt das Frigo-Archiv über mehr als 150 Stunden videokünstlerischerWerke: eigene Produktionen, Arbeiten der „Artists in Residence", Konzerte, Performances und Tanz. Das bislang kaum erschlossene Archiv ist ein Spiegel derEntwicklung einer eigenen audiovisuellen Formensprache seit den 1970er Jahren.

Dass diese Formensprache sich einerseits stets weiterentwickelt,gleichzeitig aber auch Bezüge zu den historischen Videoarbeiten herstellt, veranschaulichendie ergänzend gezeigten zeitgenössischen Videoarbeiten von Iris Hoppe, Aki Nakazawa, Marcel Odenbach, Maria Vedder und Jan Verbeek.

Sie machen deutlich, dass das Medium Video als künstlerischesAusdrucksmittel auch heute noch eine Vielfalt von Facetten hat. Vertreten sindbildreiche, fast filmische Erzählungen genauso wie nahezu dokumentarische Inszenierungenmit klarer Bildkomposition undpoetischen Soundarrangements. Gemeinsam ist allen Werken, dass sie ihr Sujetaus dem Alltag herauslösen und verfremden. Dadurch wird die ästhetische Wirkungverstärkt und Wahrnehmungsgewohnheiten werden hinterfragt.

Kontrastiert werden die bewegten Bilder der ausgestellten Videoarbeiten durchdie limitierte Videostill-Edition, die international renommierte Künstlerinnenund Künstler gemeinsam mit der Stiftung entworfen haben. Mit Motiven von Klausvom Bruch, Jochen Gerz, Alexander Hahn, Doug Hall, Nan Hoover, Marcel Odenbach,Ulrike Rosenbach, Bill Seaman, Woody Vasulka.

Mit Arbeiten von:
Dieter Appelt, Iris Hoppe, PaulMcCarthy, Aki Nakazawa, Hermann Nitsch, Marcel Odenbach, Maria Vedder, JanVerbeek

Mit freundlicher Unterstützung von:

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